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Aktuelles Astrofoto

  • Barnard 146

Als letztes stand noch die Frage des Regenabwassers an. Sicherlich hätten ein oder zwei grosse Regenfässer ausgereicht. Da wir aber eine Zisterne zur Gartenbewässerung haben, liess ich mich eines Besseren belehren. So buddelten wir an einem Nachmittag eine lange Rinne, und verlegten das Abwasserrohr. Im Nachhinein bin ich über diese Entscheidung sehr glücklich. Bei unserem Feuchten Klima wären die Fässer schnell voll gewesen und ich wäre ständig mit Ausleeren beschäftigt.

Auf den unteren beiden Bildern sieht man die Rolldachhütte in fertigem Zustand. Lediglich die Inneneinrichtung hat sich verändert. So sind mittlerweile neben dem Teleskop auch zwei Computer fest installiert, ein Radio darf natürlich auch nicht fehlen, und selbst ein Feldbett findet ausreichen Platz.

Nachdem ich nun mehrere Monate in meiner Rolldachhütte beobachtet habe, kann ich wirklich jedem Hobbyastronomen, der die Möglichkeit dazu hat, nur empfehlen, über den Bau einer festen Beobachtungstation nachzudenken. Es stellt eine enorme Erleichterung dar, wenn man nicht jedesmal alles auf und abbauen muss. Auskühlzeiten fallen weg, Einnorden braucht man auch nur einmal und ausserdem ist das Beobachten hinter vier Wänden wesentlich angenehmer. Die Wände sind ca. 1,80 Meter hoch, damit ist man vor dem meisten Streulicht geschützt und auch ein Windstoss kann einem nichts anhaben. Gerade in der kalten Jahreszeit ist die gefühlte Temperatur in der Rolldachhütte um einige Grad höher als draussen.

Der Preis für diese Sternwarte ist nicht ganz einfach zu ermitteln. Da bei uns schon einiges an Material vorhanden war und sicher jeder einen anderen Geschmack bei der Wahl der Materialien hat, kann hier kein pauschaler Preis genannt werden. In meinem Fall würde ich für alles zusammen von 2000 Euro ausgehen. Kauft man sich heute aber ein fertiges Gartenhaus dieser Qualität, ist dieser Preis mehr als fair.

Auf genaue Masse und Zeichnungen habe ich in diesem Bericht bewusst verzichtet, ich denke, die Bilder sind Aussage genug. Wer aber dennoch eine Frage oder Anregung zu diesem Projekt hat, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei allen bedanken, die mich bei der Entscheidung und beim Bau der Rolldachhütte unterstützt haben. Besonderer Dank geht dabei an meine Frau, ohne die ich mich diesen Schritt nicht getraut hätte.

Christian Geiger, Januar 2007