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Aktuelles Astrofoto

  • Barnard 146

Die Montierung

Die Wahl der Montierung ist für eine fernsteuerbare Sternwarte sicherlich eine entscheidende Angelegenheit. Der Markt ist sehr groß und man bekommt in allen Preisklassen etwas geboten. Vor dem Kauf sollte man sich ausgiebig Gedanken über die momentane aber auch zukünftige Nutzung machen. Wie groß ist die Sternwarte? Welches Teleskopsystem soll zum Einsatz kommen? Wie hoch soll die maximale Belastbarkeit sein? Welcher Montierungstyp soll es sein? Das sind nur einige Fragen, die geklärt werden müssen.

Grundvorraussetzung ist natürlich, das die Montierung über eine Steuerung verfügt, die einen Remotebetrieb erst möglich macht. So muss die Montierung über eine Parkposition verfügen, damit sie auch jederzeit weiß, "wo" sie ist, und über eine interne Uhr, damit sie auch weiß "wann" sie ist. Nur so kann die richtige Position jederzeit berechnet werden.

Will man den kompletten Himmel abdecken, sollte man sich gut überlegen, ob man eine deutsche parallaktische Montierung zum Einsatz bringt. Das "Umschlagen" bei Überschreitung des Meridian ist recht kompliziert und sollte nicht unterschätzt werden. Hier zeigt eine Gabelmontierung sicherlich ihre größte Stärke. Auch eine Knicksäulenmontierung stellt eine Alternative dar, diese sind aber konstruktionsbedingt sehr aufwendig und damit auch leider sehr teuer.

Meine momentane Montierung ist eine Intes Alter D6, die ich gebraucht gekauft habe und für meine Zwecke ideal geeignet ist. Mit einer Belastbarkeit von mindestens 30Kg habe ich noch reichlich Luft nach oben. Die Mechanik ist wie bei vielen Produkten aus Russland zwar sehr einfach, dafür aber auch sehr wartungsarm. Die Originalmotoren wurden gegen bessere und schnellere SECM-Schrittmotoren getauscht, die auch schnelles Goto erlauben. Als Steuerung dient eine LFEP-Photo, die auch gleichzeitig über eine kleine Zusatzplatine und einem genialen Ascom-Treiber die Motorsteuerung zum Öffnen und Schließen des Daches steuert.

Hier ein paar Bilder vom Setup: